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03.06.2018 – Unwetter im Kreis Stade: Feuerwehren im Dauereinsatz

 

LANDKREIS. Die Feuerwehren im Landkreis Stade waren in der Nacht zu Sonnabend über Stunden im Dauereinsatz. Einige Dutzend Mal mussten die Ehrenamtlichen unwetterbedingt ausrücken.

 

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises in Stade-Wiepenkathen, die alle Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten koordiniert, registrierte bis 22 Uhr 48 witterungsbedingte Alarme, wie Leiter Wilfried Sprekels berichtete. Er stockte seine Schicht von zwei auf acht Disponenten auf. Überwiegend mussten die Feuerwehren ausrücken, um Wasser aus vollgelaufenen Häusern oder von überfluteten Straßen und Wegen zu pumpen. In vielen Orten war die Kanalisation mit den Wassermassen während der Regengüsse offenbar überfordert. Große Wasserflächen, die teilweise schon über die Bordsteine traten, bildeten sich. Autos kamen kaum durch.

 

Jork und Stade sind besonders betroffen

 

Besonders hart traf es die Gemeinde Jork und die Hansestadt Stade. Hier waren alle Feuerwehrhäuser besetzt, sodass die Ehrenamtlichen der Ortswehren direkt ausrücken konnten. Alleine die Stader Schwerpunkt-Feuerwehr arbeitete 15 Einsätze ab. Am Haddorfer Grenzweg in Stade standen gleich mehrere Geschäfte unter Wasser. An der Haddorfer Hauptstraße lag ein großer Baum auf der Fahrbahn. 44 Mal rückten die Jorker Feuerwehren aus, weil Gullys überliefen und das Wasser in Häuser floss.  Am späten Abend beruhigte sich die Lage mit abnehmendem Regen zusehends. Am Sonnabendmorgen gab es dann noch einige Einsätze in den Bereichen Horneburg und Harsefeld.

 

Gegen 18.20 Uhr war in Buxtehude am Heitmannsweg ein Blitz in das Dach und den Vorgarten an einem Wohnhaus eingeschlagen. Größerer Schaden war dabei nicht entstanden. Die Feuerwehrleute von Zug I und Zug II der Buxtehuder Feuerwehr kontrollierten den Dachstuhl und löschten einen in Brand geratenen Busch im Garten, sagte Kreisbrandmeister Peter Winter. Die Bewohner kamen nicht zu schaden, die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes konnten mit ihrem Rettungswagen wieder abrücken.

 

Blitzeinschläge führen zu Bränden

 

In Düdenbüttel stand seit kurz vor 20 Uhr ein Reetdachhaus in Flammen. Die Feuerwehren aus Düdenbüttel, Heinbockel, Burweg, Himmelpforten, Hammah, Groß Sterneberg, Mittelsdorf, Fredenbeck, Wiepenkathen und Stade waren bis tief in die Nacht im Einsatz. Mit Wasser und Schaum bekämpften sie das Feuer. Das Haus brannte aus, die Bewohner blieben jedoch unverletzt. Die Notfallsanitäter vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfallhilfe mussten nicht eingreifen.

 

Glimpflich verlief ein Einsatz in Mulsum. Dort hatte ein Blitzschlag ein Carport in Brand gesetzt. Mofas kokelten im Feuer, doch die Einsatzkräfte aus Mulsum, Kutenholz, Essel und Schwinge konnten verhindern, dass die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus übergriffen. Auch hier blieben die Bewohner unverletzt. Die vorsorglich angerückten Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes mussten nicht tätig werden. 

 

Neue Einsatzkleidung hat sich bewährt

 

Für die Feuerwehrleute in Stade war das Unwetter am Freitagabend eine Premiere: Zum ersten Mal rückten sie in der neuen, beigen Einsatzkleidung aus. Die schwarzen Jacken und Hosen haben seit vergangener Woche ausgedient. Das Modell Fireliner des Herstellers Consultiv fand bei den Feuerwehrleuten großen Anklang. Die ersten Reaktionen waren durchweg positiv: „Der Tragekomfort ist gut“, sagte der Stader Feuerwehrsprecher Stefan Braun.